Förderbereiche

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Fußball genießt weltweit eine enorme Popularität, die ihm eine herausragende gesellschaftliche Bedeutung und unvergleichbare Integrationskraft beschert hat. Sport hat die „Macht“ etwas Leichtigkeit in das Leben vieler Menschen zurückzubringen, gerade in das Leben derer mit Migrationshintergrund, ihnen den Kontakt zu neuen Menschen zu erleichtern und zur Identifikation mit der neuen Heimatstadt beizutragen. Durch die Programme vieler Fußball-Stiftungen wird jungen Geflüchteten, durch niedrigschwellige Angebote, die Möglichkeit eingeräumt am Sport teilzunehmen. Auf diese Weise trägt der Fußball-Sport zur Integration bei und unterstützt das gesellschaftliche Miteinander.

Die Bundesliga-Stiftung fördert laut ihrer Satzung den Sport sowie die Bildung und Erziehung. Daraus haben sich jeweils Einzelförderungen und Projekte herausgebildet. So fördert die Stiftung heute die Solidarität mit anderen Sportarten, fördert Kinder, unterstützt Menschen mit Behinderung und die Integrationsprozesse von Geflüchteten.

Die Fußball-Stiftung ist eine gemeinnützig anerkannte Stiftung des bürgerlichen Rechts und wird in erster Linie durch den Vorstand geleitet. Die Mitglieder des Vorstands und des Kuratoriums sind ehrenamtlich tätig. Für die Leitung der Stiftungsgeschäfte ist allerdings eine hauptamtliche Geschäftsführung verantwortlich. Die Fußball-Stiftungen setzen dabei auf Willkommensbündnisse, beziehungsweise die Kooperation mit einem Verein der Bundesliga oder 2. Bundesliga. Es werden offene Trainingsangebote, regelmäßige Fußballturniere, Qualifizierungs-, Bildungs-, Kultur- und Vernetzungsofferten angeboten.

Schnittstelle Fußball und Bildung

Schon in den ersten Lebensjahren wird die Grundlage für den späteren Bildungsweg beziehungsweise Erfolg gelegt. Kinder sind von Geburt an neugierig auf die Welt, sie beobachten, hören zu und ahmen ihre Vorbilder nach.

In Deutschland ist auch weiterhin jedes vierte Kind von Armut bedroht, was sich äußerst negativ auf ihre Entwicklungs- und Handlungschancen auswirkt. Daher setzen viele Fußball-Stiftungen an dieser Stelle an und fördern mit ihren Mitteln benachteiligte Familien, versuchen Bildungslücken zu schließen und so dem künftigen Versagen benachteiligter Kinder entgegenzuwirken, denn hierbei handelt es sich nicht nur um ein persönliches Schicksal, sondern um ein gesellschaftliches Problem. Es werden Programmformate entwickelt, eine Prozessbegleitung und Bildungsmonitoring angeboten, mit denen es gelingen soll Jugendliche zu beteiligen, zu motivieren und ihnen deutlich zu machen, dass sie das notwendige Talent haben und sehr wohl gebraucht werden. Jugendliche sollen ihre Stärken erkennen und nutzen können.

Stiftungen unterstützen zum Beispiel auch Grundschulen, geben ihnen die notwendige Starthilfe, um ihr Potenzial maßgeschneidert weiterentwickeln zu können und Ansätze für individualisiertes Lernen zu finden und passgenau gestalten zu können. Es werden sowohl Kitas gefördert, als auch Jugendliche bei der Berufsauswahl begleitet, sowie Coaching und Beratung angeboten.

Schnittstelle Fußball und Kultur

Fußball und Kultur sind eng miteinander verbunden, wobei Fußball, dank seiner vorbildlichen Kraft, zum Träger einer gewissen sozialen Verantwortung geworden ist. Die Faszination des Spiels mit dem runden Leder hat die ganze Welt erobert. Freundschaft und Fairness, vor, während und nach dem Spiel, sowie Teamgeist, sind wichtige Faktoren, die den Spielern angeeignet werden und eine Bereicherung für die Sozialkompetenz sind. Nicht nur der sportliche Erfolg zählt, gefördert werden genauso das Durchsetzungsvermögen, Kreativität, körperliche- und geistige Fitness, Handlungs-, Orientierungs-, Reaktions- und Wahrnehmungsschnelligkeit. Diese Fähigkeiten gilt es ausgiebig zu üben, denn sie werden später in jedem Training ihre Anwendung finden.

Somit werden nicht nur Alltagsbildung, Engagementförderung und kommunales Bildungsmanagement geboten, sowie viele andere Beteiligungen im Entwicklungs- und Erziehungsbereich unterstützt, sondern auch Museen eröffnet und Ausstellungen gefördert. Zum Beispiel wurde 2014 in Dortmund das Deutsche Fußballmuseum eröffnet und die „Deutsche Akademie für Fußballkultur“ in Nürnberg gegründet, es werden Projekte wie Ausstellungen und Bühnenprogramme unterstützt und das Internationale Fußballfilmfestival 11mm gefördert, welches inzwischen auch in Brasilien, Spanien und Israel seine Vertreter gefunden hat.